Portrait eines Geschwisterpaares – zwei Schwestern vor der Kamera
Was macht ein gutes Portrait aus? Was möchte man auf einem Bild sehen – außer einem Gesicht?
Für mich ist es vor allem die Emotion. Und wenn zwei Geschwister gemeinsam vor der Kamera stehen, kommt noch etwas hinzu: ihre Verbindung zueinander. Manchmal ist sie sofort sichtbar, manchmal zeigt sie sich erst in kleinen Blicken, im Lachen oder in der Art, wie sich zwei Menschen ganz selbstverständlich nebeneinander bewegen.
Ähnlichkeit zeigen, ohne sie zu inszenieren
Bei diesen beiden Schwestern gibt es eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit. Genau diese Ähnlichkeit wollte ich aber nicht auf jedem Portrait bewusst unterstreichen. Viel interessanter ist für mich, wie unterschiedlich zwei Geschwister trotz gemeinsamer Gesichtszüge wirken können.
Deshalb entstanden die Posen weniger aus einer festen Vorgabe, sondern eher aus dem natürlichen Verhalten der beiden. Mal schaut eine Schwester direkt in die Kamera, während die andere zur Seite blickt. Mal steht eine weiter vorne, beim nächsten Bild verändert sich die Position wieder. Wer gerade im Vordergrund steht, ist dabei eigentlich gar nicht so wichtig. Entscheidend ist das Zusammenspiel.
Schwarz-Weiß reduziert das Bild auf Ausdruck und Emotion
Für einen Teil der Serie habe ich mich ganz bewusst für Schwarz-Weiß entschieden. Wenn die Farbe verschwindet, wird auch vieles ausgeblendet, was den Betrachter sonst möglicherweise ablenkt. Kleidung, einzelne Farbtöne oder kleine Details treten zurück. Übrig bleiben Gesichter, Ausdruck, Licht und die Beziehung zwischen den beiden Personen.
Gerade bei einem Geschwisterportrait funktioniert diese Reduktion sehr schön. Man achtet stärker auf Ähnlichkeiten, aber genauso auf Unterschiede: auf Augen, Mimik, Haltung und darauf, wie unterschiedlich zwei Menschen auf dieselbe Situation reagieren.
Portraits als persönliches Geschenk
Das Fotoshooting war ursprünglich als Geschenk für den Papa gedacht. Keine kurzfristige Überraschung, sondern Bilder, die möglichst lange bleiben sollen. In ungefähr einer Stunde entstanden deshalb sehr unterschiedliche Aufnahmen – ruhige Portraits, engere Ausschnitte, Bilder mit stärkerem Licht und natürlich auch Momente mit viel Lachen.
Genau diese Mischung macht für mich ein gelungenes Portrait-Fotoshooting aus. Nicht jedes Bild muss dasselbe erzählen. Erst mehrere Aufnahmen zusammen zeigen Persönlichkeit, Gemeinsamkeiten und kleine Unterschiede – und machen aus zwei einzelnen Portraits eine gemeinsame Erinnerung.
Ihr möchtet ebenfalls gemeinsame Portraits von Geschwistern oder der Familie?
Im Fotostudio können wir unterschiedliche Stimmungen, Lichtsetzungen und Bildideen ausprobieren – natürlich und ohne starre Posen.