Ziel: modernes Businessfoto, das im Alltag funktioniert
Licht, Styling und Ruhe: der moderne Studio-Look
Bei diesem Business-Fotoshooting ging es nicht um „irgendwie nett aussehen“, sondern um Bilder, die wirklich arbeiten: auf LinkedIn im kleinen Profilkreis, in Bewerbungen als seriöser Erstkontakt und auf der Unternehmenswebsite als klares Management-Statement. Genau dafür plane ich ein Shooting immer wie ein Mini-Projekt. Wir definieren vorab die gewünschte Wirkung: souverän, kompetent, nahbar. Eine Powerfrau, die führt, ohne hart zu wirken. Das ist der Kern eines modernen Businessportraits: Es muss Vertrauen schaffen, bevor man ein Wort gesprochen hat.
Wichtig ist auch die Zielgruppe: HR, potenzielle Kunden, Kollegen, Entscheidungsträger. Jeder liest ein Foto in Sekunden. Deshalb sind Outfit, Ausschnitt und Mimik keine Nebensache. Ein dunkler Blazer wirkt strukturiert und kompetent, eine weiße Bluse bringt Frische und Offenheit. Gleichzeitig soll es nicht geschniegelt wirken, sondern glaubwürdig – so, als würde man diese Person gern ansprechen und ihr Verantwortung geben.

Licht & Hintergrund: clean, hochwertig, zeitlos
Der Look bleibt bewusst ruhig: heller, neutraler Hintergrund, damit nichts ablenkt und die Person sofort im Mittelpunkt steht. Das Licht setze ich weich, aber mit Kontur – genug Zeichnung, damit das Gesicht plastisch bleibt und der Look hochwertig wirkt, ohne harte Schatten unter Augen oder Nase. Gerade für LinkedIn und Bewerbungen ist das entscheidend: Ein Foto darf nicht nach „Beauty“ aussehen, aber auch nicht müde oder flach.
Auch die Nachbearbeitung ist hier Teil der Professionalität. Retusche bedeutet bei Businessfotos Feinschliff: Glanz kontrollieren, kleine Rötungen mildern, Stoffe sauber halten, Haare und Kanten aufräumen. Gleichzeitig bleibt Hautstruktur erhalten, damit das Ergebnis modern und ehrlich wirkt. Ein gutes Businessfoto soll nicht „perfekt“, sondern verlässlich aussehen – wie die Person selbst, nur in ihrer stärksten Version.

Pose & Ausdruck: Leadership zeigen, ohne zu spielen
Der größte Unterschied entsteht vor der Kamera durch klare Anleitung. Ich arbeite mit kleinen, verständlichen Korrekturen: Kinn minimal nach vorne, Schultern locker, Gewicht leicht verlagern, Blick ruhig auf Augenhöhe. Daraus entwickeln wir Varianten – von klarer Leadership-Haltung (Arme verschränkt) bis zu einer offeneren, kommunikativen Wirkung (lockere Pose). So kann die Kundin später je nach Einsatz wählen: Bewerbung eher klassisch und zugänglich, LinkedIn gern präsent und direkt, Website auch gern mit einer Spur „Executive“.

Besonders bei Frauen im Management ist die Balance entscheidend: Stärke, ja – aber mit Wärme. Ein echtes Lächeln entsteht nicht auf Kommando, sondern durch Atmosphäre. Ich halte das Tempo angenehm, gebe Sicherheit und sorge dafür, dass Mimik und Körperhaltung nicht „gestellt“ wirken. Wenn das passt, entsteht ein Portrait, das Kompetenz zeigt und gleichzeitig sympathisch bleibt – genau die Kombination, die im beruflichen Kontext überzeugt.